Bischof warnt vor aggressivem Atheismus

Mixa: „Eine Gesellschaft ohne Gott ist die Hölle auf Erden.“

 

Bischof Walter Mixa hat zu Ostern vor einem zunehmend aggressiven Atheismus in Deutschland gewarnt. „Wo Gott geleugnet oder bekämpft wird, da wird bald auch der Mensch und seine Würde geleugnet und missachtet. Eine Gesellschaft ohne Gott ist die Hölle auf Erden“, sagte Mixa bei seiner Predigt in der Augsburger Marienkathedrale. ...

   „Ohne Gott ist alles erlaubt“, zitierte Mixa den russischen Dichter Fjodor Dostojewski. Wo der christliche Glau­be schwinde, komme deshalb nicht das „helle Licht irgendeiner fröhlichen Aufklärung“ zum Vorschein. „Die Un­menschlichkeit des praktizierten Atheis­mus haben im vergangenen Jahrhundert die gottlosen Regime des Nationalso­zialismus und des Kommunismus mit ihren Straflagern,. ihrer Geheimpolizei und ihren Massenmorden in grausamer Weise bewiesen“, sagte der Bischof. Immer seien in diesen Systemen die Christen und die Kirche besonders ver­folgt worden. Auch in der Gegenwart würden durch gottlose Verhaltenswei­sen in allen Teilen der Welt Menschen wirtschaftlich und moralisch ausgebeutet, wenn etwa Kinder zum Kriegsdienst oder Frauen zur Prostitution gezwungen würden, wenn gerechter Lohn verwei­gert werde oder Menschen an Hunger sterben müssten.

   „Jesus Christus und die Kirche ste­hen immer auf der Seite des Menschen, weil jeder Mensch ein Kind Gottes ist“, sagte Mixa. Ohne christlichen Glauben gebe es dauerhaft keine wahre Mensch­lichkeit. Die Erlösung vom Tod durch Jesus Christus, die zu Ostern gefeiert werde, sei zugleich die Erlösung vom Bösen, von der Sünde und von der Un­menschlichkeit. ...

 

(Quelle: Katholische SonntagsZeitung für das Bistum Augsburg, Nr. 16, 18./19. April 2009)

 

 

 

 

Pfadfinder-Gründer warnt vor aggressivem Atheismus

 

Lord Robert Baden-Powell, der Gründer der Pfadfinder, hat schon in seinem 1930 erschienenen Buch ROVERING TO SUCCESS vor dem aggressiven Atheismus gewarnt. Er schrieb:

   „Es gibt eine große Zahl von Menschen, die keine Religion haben, die nicht an Gott glauben; man nennt sie Atheisten. Man kann ihnen in dieser Hinsicht ihre eigene Meinung lassen, aber wenn sie versuchen, wie sie das immer wieder tun, ihre Gedanken anderen Leuten auf­zudrängen, werden sie zu Feinden der schlimmsten Sorte.

   Einige dieser Atheisten greifen den religiösen Glauben anderer direkt und in sehr verletzender Weise an; doch ich glaube, dass sie durch solches Vorgehen tatsächlich den betroffenen Religionen mehr nützen als schaden, weil es die Angegriffenen aufrüttelt und sie – unter Vernachlässigung ihrer eigenen Differenzen – dazu bringt, sich zusammenzuschließen, um diese Angriffe abzuwehren.

   Es folgt ein Beispiel für die grundlosen Beschimpfungen, mit denen sie die christliche Religion angreifen. Es ist eines von vielen, die während der letzten paar Jahre durch die Presse an die Öffentlichkeit gelangten:

   »Die wichtigste religiöse Zeremonie der Christen, die sogenannte Messe oder das Abendmahl, die im Essen des Fleisches und Trinken des Blutes dieses Juden namens Jesus besteht, ist ein ekelhafter und menschenverachtender Aberglaube und weckt die Erinnerung an ein Festmahl von Kannibalen, was aller Wahrscheinlichkeit nach auch ihr Ursprung ist. Das Christentum hat die Wahrheit in jeder Hinsicht erniedrigt und pervertiert. Es ist nicht zu viel ge­sagt, wenn man behauptet, dass es die Welt mit seinen Lügen verdorben hat.«

   So etwas ist für jeden gläubigen Christen eine schwere Beleidigung. Gleichzeitig ist es für ihn eine direkte Aufforderung, zur Tat zu schreiten.“

(Aus: Robert Baden-Powell, Rovering to Success, Seite 175 der deutschen Übersetzung)

 

Alle echten Pfadfinder sind durch diese Worte des Gründers aufgefordert, sich dem Atheismus zu widersetzen und zur Tat zu schreiten. Ein erster Schritt besteht darin, den Propagandisten des Atheismus (die es leider auch innerhalb der Kirche und in angeblich „christlichen“ Jugendverbänden gibt) öffentlich zu widersprechen, wie es in den folgenden Leserbriefen zum Ausdruck kommt:

 

„In einer Zeit, in der Ethik, Anstand und das soziale Umfeld einen drastischen Werteverfall erfahren, sind natürlich auch diejenigen einer unseriösen, skandalösen Kritik ausgesetzt, die gerade für solche Werte einstehen.

   Bischof Mixa hat all die Punkte wie Kinderkrippe, Abtreibung und antichristliche Bestrebungen in den letzten Jahren offen angesprochen und erntet nun Spott, Hohn und persönliche Anfeindungen.

   Gerade aber diese klaren Worte und dieser persönliche Einsatz, de unser Bischof leistet, sind in der heutigen Zeit nötig, um das Miteinander zu fördern. Einen herzlichen Dank unserem Kirchenfürsten.“

Johannes Todt, Ichenhausen

 

„Muss es denn schon wieder sein? Kann nicht einmal ein kirchliches Fest vergehen, ohne dass danach Bischof Mixa attackiert wird? Dieses Mal hat Bischof Mixa den aggressiven Atheismus angegriffen: ,Wo Gott verleugnet wird, da wird auch bald der Mensch missachtet.’ Ich sage: Recht hat er!“

Johannes Buchschuster, Leutkirch

 

(Quelle beider Leserbriefe: AUGSBURGER ALLGEMEINE vom 15. und 17. April 2009)

 

 

Alle Pfadfinder sollten durch Leserbriefe und andere Aktionen dem Atheismus und Nihilismus (der sich neuerdings gern mit dem Etikett „Humanismus“ zu tarnen versucht) Widerstand zu leisten. Dabei sollten christliche Pfadfinder (und auch alle anderen Christen) keine Scheu davor haben, auch mit Mitgliedern anderer Religionsgemeinschaften (Moslems, Juden, Hindus etc.) zusammenzuarbeiten. Alle Religionen werden durch den Atheismus bedroht. Und gemeinsam erreichen wir mehr als getrennt!

   Für Robert Baden-Powell war es nicht entscheidend, welcher Religion ein Pfadfinder angehört. Aber er sagte: „Niemand ist wirklich gut, wenn er nicht an Gott glaubt und seine Gesetze nicht befolgt. Deshalb muss jeder Pfadfinder eine Religion haben.“

   Daraus geht klar hervor, dass Atheisten niemals Pfadfinder sein können.

 

 

 

Atheistischer Kampf gegen den Glauben

 

 

Während in Russland das orthodoxe Christentum Gott sei Dank wieder stark an Bedeutung gewonnen hat (auch Vladimir Putin bekennt sich öffentlich zur Orthodoxen Kirche), wird die Religion in der Europäischen Union immer mehr zurückgedrängt (z.B. durch die Weigerung, den Gottesbezug in die EU-Verfassung aufzunehmen). Dabei sind es vor allem Politiker aus Deutschland, Frankreich und den Benelux-Staaten, die den Atheismus in der EU durchsetzen wollen (ein deutscher SPD-Politiker sagte wörtlich: „Gott fliegt raus!“), während Politiker aus den ehemaligen Ostblock-Staaten für den Schutz der Religion eintreten. Sie wissen warum: Immerhin lebten sie 45 Jahre unter der Knechtschaft atheistischer Diktaturen, in denen die Religion verfolgt wurde.

   Die Verfolgung bzw. Verächtlichmachung der Religion(en) in der EU ist subtiler: Sie geschieht hauptsächlich in den Medien: in Talkshows wie „Menschen bei Maischberger“ (Näheres dazu auf der Unterseite „MedienEcho“ dieser Homepage), in TV-Sendungen wie „Lindenstraße“, auf MTV („Popetown“, produziert von der BBC) und auch in diversen Zeitungen (Beleidigung und Verleumdung des Papstes, Mohammed-Karikaturen etc.).

   Apropos Karikatur: Vor vielen Jahren entdeckte der Vorsitzende der Pfadfinder-Stiftung auf einem Woodbagdekurs der DPSG eine aus drei Bildern bestehende Karikatur: Das 1. Bild zeigte einen Mann mit den Gesichtszügen von Friedrich Nietzsche mit einem Plakat, auf dem stand: „Gott ist tot! Nietzsche“. Auf dem 2. Bild kommt ein Blitz vom Himmel und erschlägt Nietzsche. Auf dem 3. Bild hängt ein Plakat von einer Wolke herab mit der Aufschrift: „Nietzsche ist tot! Gott“.

   Im Gegensatz zu Nietzsches Behauptung, Gott sei tot, ist es eine Tatsache, dass Nietzsche tot ist – und zwar in jeder Hinsicht. Die Verkündung solcher unwiderlegbarer Tatsachen (z.B. auch der Tatsache, dass während der Französischen Revolution im Namen der sogenannten „Aufklärung“ mehr Menschen getötet wurden als durch die Inquisition im gesamten Mittelalter) ist ein weiterer Schritt des Widerstands gegen den Atheismus, der die Pflicht jedes Pfadfinders – egal welcher Religion bzw. Konfession – ist.

 

 

 

Aggressiver Atheismus der Partei „Die Linke“

 

Die „Linksjugend Solid Augsburg“ hat zusammen mit der Partei „Die Linke“ und anderen ultra-linken Organisationen – wie auf der Homepage der „Linksjugend“ zu lesen ist – eine „Anti Mixa & Co. Kampagne“ ins Leben gerufen und rief zu einer „Demonstration gegen Bischof Mixa“ auf, weil dieser in seiner Osterpredigt „die gottlosen Regime des Nationalsozialismus und des Kommunismus“ als Beispiele für die Folgen des Atheismus anführte. Zu dieser „Demonstration“ am Samstag, den 18. April 2009, erschienen am Augsburger Königsplatz (wie in der AUGSBURGER ALLGEMEINE vom 20. April 2009 zu lesen war und wie Augenzeugen uns bestätigten) ca. 30 Personen. Es waren mehr Polizisten als Demonstranten anwesend (für oder gegen wen das auch immer sprechen mag).

   Augsburger Pfadfinder schickten uns daraufhin die folgende Stellungnahme:

   „Die ,Linksjugend Solid’, die Partei ‚Die Linke’, der ‚Bund für Geistesfreiheit’, der SDAJ und andere linke Organisationen riefen in mehreren Zeitungen und im Internet zu einer Demonstration gegen Bischof Mixa auf – und es kamen gerade mal 30 Demonstranten. Entweder haben diese anti-christlichen Organisationen insgesamt nicht mehr als 30 Mitglieder, oder sie sind nicht einmal im Stande, ihre eigenen Mitglieder zu der von ihnen initiierten Demo zu mobilisieren.
   JEDEN Sonntag befinden sich in JEDEM Gottesdienst in JEDER Kirche der Diözese Augsburg deutlich mehr als 30 Katholiken (zusammengerechnet mehrere 100.000), die dadurch ihre Solidarität mit Bischof Mixa demonstrieren.“

 

Der folgende Leserbrief in der AUGSBURGER ALLGEMEINE vom 21. April 2009 brachte es auf den Punkt:

   „Gott sei Dank war es nur ein unbedeutendes Völkchen, das von seinem Recht auf Meinungsfreiheit Gebrauch gemacht hat., wenn auch mit geschmacklosen Plakaten. Bischof Mixa gestehen sie aber dieses Grundrecht nicht zu. Oder hat Bischof Mixa mit seiner Bemerkung zum Atheismus nicht doch ins Schwarze getroffen?“

Johannes Margazyn, Langweid

 

 

Ein Stadtrat der Partei „Die Linke“ bezeichnete es in der AUGSBURGER ALLGEMEINE vom 16. April 2009 als „historisch falsch“, dass Adolf Hitler Atheist gewesen sei, und begründete dies u.a. damit, dass Hitler sich immer wieder auf die „göttliche“ Vorsehung berufen habe. Das aber macht Hitler nicht automatisch zu einem gläubigen Menschen (im Sinne einer der großen Weltreligionen) und schon gar nicht zu einem gläubigen Christen. Sein „Gottesbild“ (wenn er überhaupt eines hatte) war heidnisch-germanisch.

   Tatsache ist, dass Hitler christliche Organisationen und Jugendverbände, z.B. die katholischen Sankt-Georgs-Pfadfinder (DPSG), verboten hat und ihre Mitglieder verfolgen und einsperren ließ. Tausende Georgsritter litten unter der Verfolgung der Nazis: Inhaftierungen ohne Gerichtsverhandlung, Gefängnisstrafen, Verweisungen von den Schulen, Folterungen und Auflagen des wöchentlichen Meldens bei der Geheimen Staatspolizei, sowie Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmungen waren an der Tagesordnung. So wurde z.B. der Würzburger Stammesfeldmeister Fred Josef wegen „Weiterführen einer verbotenen Organisation und Bildung von Elitetruppen der Jugend in der Kirche gegen den Staat“ zur Zwangsarbeit im Steinbruch verurteilt und starb im Konzentrationslager Auschwitz.

   Bischof Mixa hat absolut Recht hat, wenn er das Nazi-Regime als atheistisch und menschenverachtend bezeichnet. Der Aussage Mixas, dass die marxistischen Regime im ehemaligen Ostblock gottlos und menschenverachtend waren, hat selbst der Stadtrat der „Linken“ nicht widersprochen.

 

 

 

Atheistische Dummheiten

 

 

In London haben atheistische Wirrköpfe in Bussen den folgenden Spruch anbringen lassen: „Es gibt wahrscheinlich keinen Gott. Also macht euch keine Sorgen und genießt euer Leben!“

   Dazu ist zu sagen: Jeder Mensch hat das Recht, die Existenz Gottes zu leugnen (Dummheit ist kein Straftatbestand). Aber NIEMAND hat das Recht, sorglos in den Tag hinein zu leben und auf Kosten seiner Mitmenschen und der gesamten Umwelt sein Leben zu genießen.

   Robert Baden-Powell, der Gründer der Pfadfinder, hat es folgendermaßen ausgedrückt: „Eine Ver­suchung taucht auf, das Gewissen sagt »nein«, die Lust sagt »ja«. Entweder steigt ihr nach oben oder ihr sinkt nach unten, je nachdem, wem von beiden ihr gehorcht.“ (Rovering to Success, Seite 92). Sorglosigkeit und Hedonismus (Streben nach Lust und Genuss) haben die Menschen stets in den Untergang geführt, wie die gesamte Menschheitsgeschichte beweist.

 

Dass Gott (natürlich) kein alter Mann mit langem Bart ist, der im Himmel auf einer Wolke thront, heißt nicht dass es keinen Gott gibt, sondern nur, dass er nicht so ist, wie ihn sich die Menschen in früheren Jahrhunderten vorgestellt haben.

   Robert Baden-Powell bezeichnete Gott als „allumfassenden Geist der Liebe, eine immense geistige Kraft, die sich uns in der Natur offenbart“ – vergleichbar mit der von George Lucas in STAR WARS vermittelten Vorstellung von Gott als THE FORCE, die kosmische Macht.

   Dabei sollte erwähnt werden, dass das griechische Wort „Kosmos“ so viel wie „Ordnung“ bedeutet, das Gegenteil davon ist „Chaos“ (Durcheinander). Die meisten Religionen (beginnend bei Zarathustra) haben die Prinzipien  „Ordnung“ und „Chaos“ personifiziert: Gott schafft Ordnung – und der Teufel (griechisch „Diabolos“, wörtlich übersetzt „der alles durcheinander wirft“) schafft Unordnung (Chaos).

   Das Verheerende an dem oben zitierten Londoner Spruch ist nicht, dass er Gott leugnet (Gott ist nicht darauf angewiesen, dass die Menschen ihn erkennen und ihm dienen). Das Verheerende ist, dass er die Menschen dazu aufruft, hemmungslos ihr Leben zu genießen und damit die totale Unordnung, das totale Chaos anzurichten und die Welt zu zerstören.

   Dabei sollten wir doch alle wissen: Soziale Unordnung (Raubtier-Kapitalismus) führt zu Armut, Ausbeutung und Revolution, sexuelle Unordnung führt zu AIDS, familiäre Unordnung führt zu verwahrlosten, drogensüchtigen und gewalttätigen Kindern und Jugendlichen (Beispiel: Amoklauf von Winnenden) und religiös-weltanschauliche Unordnung führt zu Werteverlust und Orientierungslosigkeit.

   Allen „Linken“ ins Stammbuch geschrieben sei das folgende Zitat von Gregor Gysi (Vorsitzender der Linksfraktion im deutschen Bundestag): „Der Sozialismus schafft keine Werte und der Kapitalismus erst recht nicht. Werte schaffen können nur die Religionen.“